2 THEATER PLAN B

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AKTUELLE AUFFÜHRUNGEN

SHOW 12: ALTE MEISTER | MÜNCHEN | Theater Viel Lärm Um Nichts | 16.,17. und 22. bis 24. Oktober 2020 | 20 Uhr
SHOW 12: ALTE MEISTER | REGENSBURG | Turmtheater im Donaueinkaufszentrum | 8. November 2020 | 20 Uhr
SHOW 14: Szenen einer Ehe | MÜNCHEN | Teamtheater | 10. – 12. und 17. – 19. Dezember 2020
SHOW 14: Szenen einer Ehe | STRAUBING | Paul Theater | 12. und 13. Februar 2021
SHOW 14: Szenen einer Ehe | DORFEN | Jakobmayer | 25. Juni 2021


Szenen einer Ehe

SHOW14: Szenen einer Ehe

von Ingmar Bergman

Die Ehe von Marianne und Johan scheint nach außen perfekt. Seit zehn Jahren ein Paar mit Erfolg im Beruf und zwei hübschen Töchtern, versichert man sich ­– von Johans Seite etwas selbstgerecht, Marianne etwas demütiger – des gegenseitigen Glücks. Erste Risse in der Oberfläche zeigen sich, als Marianne unerwartet schwanger wird und Johan sich mit der Abtreibung nicht auseinandersetzen will. Auch das Thema Sex bietet Konfliktpotenzial. Als Johan Marianne mitteilt, dass er sich in eine junge Studentin verliebt hat – und schon seit langem mit dem Gedanken spielt, sie zu verlassen – nimmt das Ende ihrer Ehe seinen aufreibenden Anfang. Oder haben die beiden doch noch eine Chance? Ihre kurzen Begegnungen in den nächsten Jahren sind geprägt von Rücksichtslosigkeit und Schuldzuweisungen, Trauer und Fehltritten, Verhandlungen und Anfeindungen. Die irrationalen Gesetze einer Trennung nehmen ihre seltsamen Wege bis hin zu ersten Anzeichen des selbst- und gegenseitigen Erkennens.

Als SZENEN EINER EHE 1973 als Miniserie im schwedischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, traf es den Nerv einer ganzen Generation. Anfang der Achtziger Jahre von Bergman selbst für das Münchner Residenztheater inszeniert, gilt das Stück als Klassiker unter den Beziehungsdramen. Der Schlagabtausch dieses Paares, das keines mehr ist und doch nicht voneinander lassen kann, ist eine zeitlose Betrachtung der Institution Ehe, aber auch die ganz persönliche Geschichte einer Beziehung.

Mit Sophie Meinhardt und Martin Schülke
Inszenierung: Andreas Wiedermann


MÜNCHEN | Theater viel Lärm um Nichts | 26. – 28. November, 3. und 5. Dezember 2020

MÜNCHEN | Teamtheater | 10. – 12. und 17. – 19. Dezember 2020 | Karten gibt es unter www.teamtheater.de/tickets oder telefonisch unter 089 / 260 4333 (AB)

STRAUBING | Paul Theater | 12. und 13. Februar 2021 | Karten gibt es hier

DORFEN | Jakobmayer | 25. Juni 2021 | Karten: Ticket-Treff Dorfen, Tel. 08081/1393 oder www.printyourticket.de


Lords of War

SHOW13: Lords of War (abgespielt)

nach den Dramen „Richard II.“, „Heinrich IV.“ und „Heinrich V.“ von William Shakespeare

Der dritte Teil der „Trilogie der Macht“ widmet sich Shakespeares Auseinander- setzung mit den Herrschern des Königshauses Lancaster. Intrigen und Korruption bringen England an den Rand eines Bürgerkriegs. Der selbstgefällige König Richard II. wird von Rebellen um Lord Bolingbroke in den Tower geworfen und ermordet. Als illegitimer Thronerbe krönt sich Bolingbroke zu „Heinrich IV.“. Immer wieder ist er schweren Anfeindungen ausgesetzt. Sein größter Gegner aber ist Teil der eigenen Familie. Heinrichs Sohn Prinz Hal säuft und hurt sich an der Seite des berüchtigten Trinkers Falstaff durch London. Erst am Sterbebett des Vaters übernimmt Hal Verantwortung für sein Tun. Als König „Heinrich V.“ erobert er in der legendären Schlacht von Agincourt den Thron von Frankreich und geht als Volksheld in die Geschichte Englands ein. Shakespeares spektakuläre Historiendramen handeln vom Generationenkonflikt zwischen Vätern und Söhnen und stellen die Frage nach politischer Verantwortung in chaotischen Zeiten.

Mit: Günther Brenner, Titus Horst, Christina Matschoss, Martin Schülke u.a.
Inszenierung: Andreas Wiedermann Musik: Ernst Bartmann

SHOW12: Alte Meister

eine Komödie von Thomas Bernhard

„Wiedermanns Inszenierung gelingt ein fein ausgeloteter Balanceakt zwischen Komik und Tragik.“
Süddeutsche Zeitung

„Andreas Wiedermann, der mit seinem Theater Plan B im Teamtheater gastiert, hat mit seiner Textbearbeitung und Inszenierung einen Plan A wunderbar umgesetzt. Die Hasstiraden erklingen bei Titus Horst und Martin Höfer präzise und in all ihrer Pracht.“
Abendzeitung München

In Bernhards 1985 erschienener »Komödie« treffen sich der Privatgelehrte Atzbacher und der Musikphilosoph Reger an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Wiener Kunsthistorischen Museum. Atzbacher nimmt die außergewöhnliche Verabredung zum Anlaß, den in Betrachtung versunkenen Reger zu beobachten. Der Zweiundachtzigjährige, der seit dreißig Jahren aus Wien für die Times Musikkritiken schreibt, hat im Kunsthistorischen Museum seine Kunstbetrachtung zur Perfektion entwickelt: Sie besteht darin, jedes Kunstwerk, das für vollendet gehalten wird, so lange zu studieren, bis dessen Fehler aufgedeckt sind.

In „Alte Meister“ entfaltet sich noch einmal Thomas Bernhards sprachlicher Kosmos in seiner ganzen Meisterschaft. Theater Plan B spielt den vielleicht schönsten, wehmütigsten und komischsten Text des großen österreichischen Misanthropen über Alter. Kunst, Einsamkeit und Freundschaft als komödiantisches Endspiel für zwei Herren und eine Dame.

Aufführungsrechte bei Suhrkamp Theaterverlag

Mit: Martin Hofer, Titus Horst und Evelyn Plank
Inszeniert von Andreas Wiedermann

MÜNCHEN | Theater Viel Lärm Um Nichts | 16.,17. und 22. bis 24. Oktober 2020 | 20 Uhr
REGENSBURG | Turmtheater m Donaueinkaufszentrum | 8. November 2020 | 20 Uhr

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Kleiner Mann was nun

SHOW11: Kleiner Mann was nun?

nach dem Roman von Hans Fallada

„Was nun?“ in Zeiten der Weltwirtschaftskrise: Hans Falladas Antwort auf diese Frage der kleinen Leute ist Lämmchen, diese sanfte und tapfere Frau, die das Leben ihres verzweifelten Mannes Johannes Pinneberg in die Hände nimmt. Beide glauben an ihr Glück und an ihre Liebe. Doch das Glück will sich nicht einstellen, statt dessen gibt es Kummer und Sorgen, als sich Pinneberg in das Millionenheer der Arbeitslosen einreihen muss.

Warmherzig und voller Dramatik erzählt Fallada in seinem 1932 erstmals veröffentlichten Eheroman von einem kleinen Angestellten und seinem „Lämmchen“, einer Frau von beherzter Lebenskraft, die im Kampf gegen eine unfriedliche Welt, Missgunst und wirtschaftliche Not ihr zärtlich-idyllisches Glück behaupten. Eine zeitlose Geschichte über das Überleben.

Im Dschungel immer kapitalistischer werdender Zeiten ein poetisch-komischer Appell um mehr Menschlichkeit.

Mit: Christina Matschoss, William Newton, Clemens Nicol, Regina Speiseder

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Wahlverwandtschaften

SHOW10: Wahlverwandtschaften

nach Johann Wolfgang von Goethe

Eduard und Charlotte sind in zweiter Ehe verheiratet – eine Jugendliebe, die in der Idylle eines abgelegenen Schlosses mit 20-jähriger Verspätung gelebt werden soll. Ein erster fröhlicher Sommer steht bevor, das Paar lädt Gäste ein: Eduards besten Freund, den Hauptmann, und Ottilie, Charlottes blutjunge Nichte. Und plötzlich fühlen sich die Figuren unwiderstehlich aus den bestehenden Lebens- und Liebesverhältnissen heraus zueinander hingezogen. Was wie ein spannendes naturwissenschaftliches Experiment beginnt, endet mit dem Verlust von Illusionen, in Einsamkeit und Isolation. Theater Plan B verdichtet den Roman, den Goethe selbst für seinen besten hielt, zu einem konzentrierten Kammerspiel über das richtige Leben im falschen…

Mit: Ferdinand Ascher, Clemens Nicol, Laura Tashina und Lisa Wittemer

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Caesar und Antonius und Cleopatra

SHOW9: Caesar & Antonius und Cleopatra

von William Shakespeare

44 v. Chr. Gaius Julius Caesar ist von seinem letzten triumphalen Feldzug nach Rom zurückgekehrt. Der Senat hat ihn zum Diktator auf Lebenszeit ernannt, die Kriegsbeute hat ihn zum reichsten Mann Roms gemacht, seine Geliebte, die ägyptische Königin Kleopatra, residiert in seiner Villa vor den Toren der Stadt, die römische Republik ist auf dem besten Weg, sich in eine Monarchie zu verwandeln. Caesars politische Gegner schmieden ein Komplott gegen ihn, das Zeitfenster für ein Attentat ist knapp, denn schon in einem Monat will Caesar erneut ins Feld gegen die Parther ziehen. Einer der größten Politthriller der Geschichte beginnt…
Theater Plan B präsentiert die beiden chronologisch zusammen gehörenden Römerdramen Shakespeares als zeitloses Theaterspektakel über Machterhalt, politische Intrigen, Größenwahn und eine selbstzerstörerische Liebesgeschichte an einem Abend. In szenischen Schlaglichtern wird der Zuschauer Zeuge des berühmtesten Mordfalls der Antike und des erfolgreichen Rachefeldzugs gegen die Attentäter, bis am Ende der Versuch, die Diktatur zu verhindern, in den Beginn der Jahrhunderte währenden römischen Kaiserzeit mündet.

Mit freundlicher Unterstützung von der Stadt Straubing, der Seilermeister Regensburger Stiftung, dem Verein der Freunde des Jakobmayer e.V. und dem Bezirk Niederbayern Kulturstiftung.

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Der Besuch der alten Dame

SHOW8: Der Besuch der alten Dame

von Friedrich Dürrenmatt

„Klebe, Nicol und Schneyder sind ein grandioses Trio, das den an Figuren und Schauplätzen reichen Klassiker im fast leeren Raum zu einer grotesken und schwärzesthumorigen Fabel über die Relativität der Gerechtigkeit verdichtet.“
Mathias Hejny, Abendzeitung München

Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt ist mehr als ein Lehrstück über Schuld, Rache und Versuchung. Die Frage, ob politische Verbrechen, zum Wohle der Allgemeinheit begangen, jemals gesühnt werden, wird hier ebenso gestellt wie die Frage nach einem glücklichen Lebensabend der einstigen Täter.

sprech&schwefel erzählen Dürrenmatts Klassiker aus der Perspektive dreier ehemaliger Honoratioren einer Kleinstadt, die sich alt, reich und selbstzufrieden in ein nobles Altenheim zurückgezogen haben. Hier lassen sie die aufregendste Zeit ihres Lebens genüsslich Revue passieren.

Mit Urs Klebe, Clemens Nicol und Götz Schneyder
Puppenbau: Janusz Debinski
Regie: Andreas Wiedermann

Eine Co-Produktion von sprech&schwefel und Theater PLAN B.

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Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

SHOW7: Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran

nach dem Roman von Eric-Emmanuel Schmitt

„In dem bewusst mit einfachen Mitteln (…) inszenierten Stück gelingt es den Schauspielern, die Botschaft der Erzählung von Antirassismus und Toleranz gegenüber anderen Religionen zu transportieren, aber auch den Humor nicht zu kurz kommen zu lassen.“

Peter Seybold, Münchner Merkur

„Aber in dem kleinen Laden des „Arabers“, der ein Türke ist, ist Platz für Vieles: Glaubensfragen von Juden und Moslems, Nahostkonflikte und der Holocaust, Kapitalismus und Spiritualität. Andreas Wiedermann tupft das alles mit impressionistischer Leichtigkeit hin.“

Mathias Hejny, Abendzeitung München

Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran wurde von Eric-Emmanuel Schmitt 2001 ursprünglich als Theater-Monolog geschrieben, dann als Erzählung veröffentlicht und in der Verfilmung mit Omar Sharif einem breiten Publikum bekannt. Andreas Wiedermann bringt mit Theater PLAN B nun eine Fassung für drei Schauspieler auf die Bühne.

Gar nicht schlecht, einen erwachsenen Freund zu haben, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht, wenn die Dinge im Leben nicht so laufen, wie man sich das vorstellt. Und noch dazu, wenn er Araber ist und wie Monsieur Ibrahim, der Kolonialwarenhändler in der Pariser Rue Bleue, zu jeder Lebenslage etwas Passendes in seinem Koran zu finden weiß. Der zwölfjährige Jude Moses lernt schnell, dass „Araber“ sein keineswegs allein mit der Herkunft zu tun hat, es bedeutet in der Branche nichts weiter als: nachts und auch am Sonntag geöffnet. Und er lernt Ibrahims Geheimnisse des Glücks und des Lächelns, was in den aussichtslosesten Situationen hilft: im Männerhaushalt mit seinem schwermütigen Vater, bei den Mädchen in der Rue de Paradis, beim Konservenklauen, beim Fahren ohne Führerschein.
Ein skizzenhafter Gegenentwurf zur hasserfüllten, rachsüchtigen Gedankenwelt islamistischer Fundamentalisten, ein mit zivilisationskritischen Spitzen gespickter Aufruf zur Entdeckung der Langsamkeit, zu Nonkonformismus und Antirassismus, zur Toleranz gegenüber Andersdenkenden, anderen Religionen, anderen Generationen, voller Ernsthaftigkeit, Melancholie und feinem Humor.

mit Titus Horst in der Titelrolle, Evelyn Plank in sechs verschiedenen Rollen (darunter Brigitte Bardot) und Ariya Robat Mili als Moses, dem Ich-Erzähler


Das Produkt Plakat

SHOW6: Das Produkt

von Mark Ravenhill

Regisseur Andreas Wiedermann (…) bringt mit seiner Theatertruppe Plan B wieder einmal ein kleines Theaterwunder aus Straubing mit auf die Bühne des Teamtheaters.
Matthias Hejny, Abendzeitung München, 31.03.2017

Wieder einmal hat Andreas Wiedermann (…) Theater zu einem Instrument der lustvollen Aufklärung und Erkenntnis gemacht. Und es gibt momentan auf Münchens Bühnen kaum eine Komödie, bei der man mehr und herzlicher lachen könnte. Unbedingt sehenswert!
Wolf Banitzki, Theaterkritiken München

„Bridget Jones goes Dschihad“ wäre vielleicht eine Formel, mit der der Produzent James die Schauspielerin Olivia für seinen neuen Film gewinnen könnte. Die Story: Amy, eine junge, global agierende Geschäftsfrau, deren Freund beim Anschlag auf das World Trade Center starb, verliebt sich ausgerechnet in den attraktiven Al-Qaida-Kämpfer Mohammed. Hautnah erlebt sie die Planung eines Selbstmordattentats auf Disneyland Paris. Sie verrät Mohammed an die Polizei, Mohammed wird verhaftet. Als Amy Fernsehbilder von seiner Misshandlung im Gefängnis sieht, wird auch sie zur Kampfmaschine …

mit Clemens Nicol, Christina Matschoss, Friedrich Custodio und Anna Dietmann

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Die Möwe Plakat

SHOW5: Trilogie der Macht I – Macbeth

von William Shakespeare

Ein Kriegsherr, seine Frau und eine bedeutungsschwere Prophezeiung. Zum König von Schottland würde der siegreiche Feldherr Macbeth gekrönt werden, weissagen drei Hexen. Angetrieben von diesem Orakel mordet Macbeth und besteigt den Königsthron. Schon bald aber wird er von Albträumen und Paranoia heimgesucht, die Geister, die er rief, lassen ihn nicht mehr los…
Theater Plan B zeigt die phantasmagorische Legende über Gier, Schuld und Wahn als großes Theaterspektakel mit über zwanzig Protagonisten. Shakespeare für alle und Teil 1 der „Trilogie der Macht“.

mit Titus Horst, Nicole Lohfink, Martin Schülke u.a.

mit freundlicher Unterstützung der Stadt Straubing, dem Bezirk Niederbayern und den Freunden des Jakobmayer e.V.

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Die Möwe Plakat

SHOW4: DIE MÖWE

von Anton Tschechow

Ausgezeichnet mit der TZ-Rose der Woche, März 2016

Tschechows Geschichten funktionieren noch immer

…die Verzweiflung der Figuren bohrt sich wie ein vergifteter Pfeil ins Zuschauerherz, so auch in dieser ganz wunderbaren Inszenierung. Das Team haushaltet clever mit der Tschechowschen Komik. Es macht erstaunlich wenig aus, dass Wiedermanns Schauspieltruppe hauptsächlich aus Menschen um die 30 besteht. Dieses Selbstbewusstsein macht diese „Möwe“ zu einer sehr großen Freude.
Christiane Lutz, SZ, 8.3.2016

Eine Liebeserklärung an die Macht der Sprache
…im Teamtheater sieht man eine Liebeserklärung an die Macht der Sprache. Behutsam und zutiefst menschlich ist das alles. Zum Höhepunkt ein Schluss in Slowmotion, der einem die Kehle zuschnürt. Vollblut-Theater!
Matthias Bieber, TZ, 8.3.2016

Ein Landhaus an einem See. Alljährlich trifft sich dort ein Zirkel um die gefeierte Moskauer Schauspielerin Irina Arkadina. Ihr Sohn Kostja, ein ambitionierter junger Autor, hat einen Text geschrieben, der vor den Sommerfrischlern gespielt wird und prompt durchfällt. Nina, eine angehende Schauspielerin und die große Liebe Kostjas, verfällt den Schmeicheleien von Trigorin, prominenter Schriftsteller und Arkadinas derzeitiger Lebensabschnittspartner. Als sie Kostja verlässt, begeht dieser seinen ersten Selbstmordversuch…
Anton Tschechows „Möwe“ von 1896 hat mit ihren Charakteren und Situationen bis heute nichts an Lebenswirklichkeit eingebüßt. Seine szenischen Vignetten erzählen mit Witz und Eleganz von Erfolg, Sehnsüchten und Träumen, kurz, von der Flüchtigkeit des Daseins. Theater Plan B spielt diese melancholische Komödie über das Scheitern mit einem Ensemble aus acht jungen Schauspielern.

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Fremdkörper Plakat

SHOW3: FREMDKÖRPER

von Aïat Fayez

Der Wahnsinn zieht seine Kreise – Teil 2

Theaterkritiken München
, Wolf Banitzki, 9.3.2015

…Über zwei Stunden wurde das Zwerchfell gereizt und dabei wurde nicht verlacht oder auf Kosten von … gelacht. Die Komik lag im Erkennen, dass die Situationen, so grotesk und überzeichnet sie auch sein mögen, tatsächlich stattfinden. Großes Lob den Darstellern und großes Lob der Regie.

Theaterkritiken München
, Wolf Banitzki, 9.3.2015

Bundesrepublikanischer Alltag: auf einer Ausländerbehörde kämpft eine Sachbearbeiterin gegen und für die Einhaltung der Vorschriften. Schnitt.
Eine Frau erzählt ihrem Mann von der Attraktivität eines Arabers namens Omar. Schnitt.
Irgendwo in Afrika versucht eine junge Frau, von Schleppern eine Passage für ihr Kind nach Europa zu erhalten. Schnitt.
In einer europäischen Großstadt massakriert ein Kommissar junge Migrantinnen.

„Fremdkörper“ erzählt in vier Episoden von der Absurdität des Umgangs mit dem Fremden. Komödiantisch und todtraurig, skurril und grotesk vereint der 1979 geborene Romancier und Dramatiker Aïat Fayez vier szenische Miniaturen zu einem hochaktuellen Panorama über Menschen auf der Suche nach ihrem persönlichen Glück.
Fayez, der 2010 aus Protest vor der Ausländerpolitik Frankreich verlassen hat, lebt in Wien.


Juri Plakat

SHOW2: JURI

von Fabrice Melquiot

[…]Theresa Hanich als zuckersüß flötende und giftig zickende, emotionale Tyrannin und Muttertier-Karikatur Anja, Clemens Nicol als männliches Riesenbaby Patrick und Friedrich Custodio als mit Mimik und Körpersprache agierender Juri spielen im Teamtheater unter der temporeichen Regie von Andreas Wiedermann lustvoll den Aberwitz aus, ohne in Klamauk abzurutschen.“ Süddeutsche, 14./15.März 2015, Petra Hallmayer

Schwärzer geht’s nicht

Münchner Merkur, Malve Gradinger, 9.3.2015

Hin ins Münchner Teamtheater! Denn Fabrice Melquiots „Juri“, eine in bester Molière’scher Tradition geschriebene Komödie […] wird in Andreas Wiedermanns Inszenierung zu einem beißend-komischen Kommentar zu heutiger Wohlstands-Egomanie auf dem Hintergrund von Migration.

Münchner Merkur, Malve Gradinger, 9.3.2015

…“Juri“ ist eine gnadenlos gut beobachtete Gesellschaftssatire aus dem Milieu der beruflich erfolgreichen Mittdreißiger, unter deren toleranter Weltoffenheit kleinliche Eifersucht und kleinbürgerliche Fremdenangst brüten. Regisseur Andreas Wiedermann setzt auf Tempo und sein Darsteller-Trio kümmert sich darum, dass trotz der Geschwindigkeit keine vergnügliche Nuance des Egotrips, auf dem die Möchtegern-Eltern sind, verloren geht.

Abendzeitung München, Mathias Heiny, 7.3.2015

Patrick und Anja haben alles, was ein Paar der mitteleuropäischen Mittelschicht sich erträumt: sie sind glücklich verheiratet, haben beruflichen Erfolg und erfreuen sich bester Gesundheit – fast. Denn Patricks Spermatozoen sind, wie er selbst sagt, „keine besonders schnellen Läufer“. Ein Kind muss her, und zwar möglichst rasch. Warum nicht einfach aus dem Supermarkt? Und so bringt Anja eines Tages Juri mit in die gemeinsame Wohnung und stellt ihn Patrick als Adoptivsohn vor. Das einzige Problem: Juri ist ein Teenager und spricht kein Wort deutsch…

Mit der deutschen Erstaufführung der sozialkritischen Groteske „Juri“ des französischen Erfolgsautors Fabrice Melquiot legt Theater Plan B den Finger in die Wunden unserer Zeit. In sieben skurrilen Szenen erzählen Regisseur Andreas Wiedermann und sein Team von der Hysterie um die sinkende Geburtenrate und der Angst vor dem Fremden. „Juri“ ist ein garantiert politisch inkorrektes Stück zur Migrationsdebatte und zur erfolgsverwöhnten Yuppiegesellschaft- ein witziger Grenzgang zwischen Wirklichkeit und Wahn, eine knallige Satire auf uns alle.

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Der Weltverbesserer

SHOW1: DER WELTVERBESSERER

von Thomas Bernhard

Gnadenlos grotesk

[…] Der unbändig kreative und clevere Theatermacher gewinnt wieder einmal, auch wegen des traumhaft die schwarzhumorigen Niederungen ihrer Figuren sensibel durchmessenden Schauspielerduos Evelyn Plank und Titus Horst.“ AZ München, 13. Februar 2016, Mathias Hejny

Dieser Privatgelehrte und Philosoph ist ein unverbesserlicher Misanthrop. Selbstgefällig, voller Kritik und erbarmungsloser Ironie für seine Umwelt, macht er, kommt er in Fahrt, nicht einmal vor seinen Nächsten halt. Aber der Weltverbesserer ist kein überzeugter Einzelgänger, im Gegenteil, er ist von seiner Partnerin und den Streitgesprächen mit ihr regelrecht abhängig. Nur im Austausch mit der Lebensgefährtin, seinem »notwendigen Übel«, kann er sich noch Tag für Tag neu definieren. Nur im Austausch mit ihr kann er noch um eine kleine Veränderung der Dinge ringen, nachdem ihm eine grundsätzliche Verbesserung der Welt versagt geblieben ist. Gefangen in einem ganzen Kosmos von Gedanken, Ansprüchen und Forderungen ziehen die beiden Bilanz. Ein Endspiel beginnt …